Vorwort Prorektorin Prof. Amos

Professorin Dr. Karin Amos Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Tübingen

Professorin Dr. Karin Amos
Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Tübingen

Die World Citizen School (WCS) am Weltethos-Institut der Universität Tübingen ist ein innovatives Bildungsprojekt, das unsere Studierenden in hervorragender Weise dabei unterstützt, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Die WCS ist damit eine ausgezeichnete Ergänzung und Erweiterung der universitären Studienprogramme und Kursangebote.

Die Universität Tübingen bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Sie begreift ihre Forschung als Dienst am Menschen und der Gesellschaft und widmet sich daher auch anwendungsbezogenen Fragestellungen. Zudem hat sie sich zur Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre verpflichtet. Studierende, die sich auch über ihr Studium hinaus bürgerschaftlich engagieren, verdienen unseren größten Respekt und eine besondere Unterstützung.

Hier setzt die World Citizen School an: Sie zielt darauf, die Förderung des studentischen Engagements im Rahmen eines ganzheitlichen Organisationsmodells institutionell an der Universität zu verankern und damit dauerhaft zu sichern. Sie verfolgt dabei einen Bottom-up-Ansatz, der die Befähigung zur Selbstbildung in den Mittelpunkt stellt. Die WCS schafft interdisziplinäre Lernräume, in denen die Studierenden von- und miteinander lernen können. In selbstorganisierten Veranstaltungen – von Workshops bis hin zu Großprojekten wie etwa der UN-Menschenrechtswoche – geben die Studierenden ihr Wissen auf Augenhöhe an andere Engagierte weiter.

Zudem fördert die World Citizen School die Netzwerkbildung, sowohl zwischen den Studierenden als auch mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Mit ihrem Kursprogramm zu analytischen Methoden, Social Entrepreneurship, Management und Kommunikation trägt sie zur Professionalisierung der studentischen Initiativen bei – und vermittelt Schlüsselkompetenzen, die die Studierenden auch im Berufsleben einbringen können. Zugleich stärkt sie das Organisations- und Handlungswissen und gewährleistet damit einen nachhaltigen Wissenstransfer über einzelne Studierendengenerationen hinweg. Außerdem ermöglicht es der Rahmen der WCS, Projektideen leichter umzusetzen und ihre Wirkung zu erhöhen.

Nicht zuletzt können Anregungen aus dem selbstbestimmten Bildungsengagement auch in die Aktivitäten und das Lehrangebot der Universität einfließen. So sind von studentischen Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit wichtige Impulse für die Universität Tübingen als Ganzes ausgegangen.

Drei Jahre nach ihrer Gründung ist die World Citizen School auf einem guten Weg. Welchen sozialen Mehrwert sie bereits vorweisen kann, belegt eindrücklich der Wirkungsbericht 2013-2016. Ich freue mich sehr, dass die WCS das weltbürgerliche Engagement von Tübinger Studierendeninitiativen so erfolgreich unterstützt, und hoffe, dass das Modell auch anderen Hochschulen als Vorbild dienen kann. Dem gesamten Team wie auch allen beteiligten Gruppen wünsche ich, dass ihr Engagement weiter dazu beiträgt, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

Professorin Dr. Karin Amos

Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Tübingen