Bisherige Lösungsansätze

Klassische Lösungsansätze

Zu den klassischen Förderstellen auf studentischer Seite gehören vor allem die Allgemeinen Studierendenausschüsse (AStAs) für studentische Angelegenheiten, Studierendenräte und -parlamente sowie Fachschaften. Von Seiten der Universität sind es meist einzelne MitarbeiterInnen in verschiedenen Einrichtungen und Fakultäten, die Studierenden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Je nach Schwerpunkt unterstützen die genannten Förderstellen Studierendenprojekte typischerweise durch Beratung, durch finanzielle Hilfe oder durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten für Veranstaltungen oder das Verleihen von Gerätschaften.

Neuere Ansätze

Service Learning

Um im Rahmen der Lehre gesellschaftliches Engagement zu fördern, wurde seit 2003 an über 30 deutschsprachigen deutschen Hochschulen das aus den USA stammende Konzept des Service Learning eingeführt. Beim universitären Service Learning werden die wissenschaftlichen Inhalte eines Seminars mit gemeinnützigem Engagement der Studierenden verknüpft. Konkrete zivilgesellschaftliche und gemeinwohlorientierte Herausforderungen und Problemstellungen werden im Rahmen von Lehrveranstaltungen unter Nutzung der Kompetenzen von Studierenden und Lehrenden bearbeitet. Die Lehrform kann in allen Studiengängen und Disziplinen eingesetzt werden. Sie ermöglicht eine problem- und handlungsorientierte Lehre und eine Vertiefung wissenschaftlich-theoretischer Inhalte bei den Studierenden.

Community Based Research

bedeutet gemeinwohlorientierte Forschungsprojekte gemeinsam mit Partnern aus der Zivilgesellschaft gleichberechtigt zu entwickeln und den Forschungsprozess gemeinsam zu gestalten. Es werden sowohl die wissenschaftlichen Standards eingehalten als auch berechtigte Interessen der zivilgesellschaftlichen Partner berücksichtigt.

Reallabore

In jüngster Zeit entstehen an einigen Hochschulen sogenannte Reallabore für nachhaltige Entwicklung. In diesen begeben sich WissenschaftlerInnen in reale Veränderungsprozesse vor Ort. Sie helfen gesellschaftliche Veränderungsprozesse besser zu verstehen, mitgestalten und in ihren Wirkungen messen zu können. Sie bieten Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und freien Forschungsinstituten sowie zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Beispiel: Campus vor Ort

Campus vor Ort hat das Ziel, Hochschule und Zivilgesellschaft einander näher zu bringen und die Verbindung von akademischer Lehre und bürgerschaftlichem Engagement (Service Learning) zu erleichtern. Die Online-Plattform unterstützt die Verbreitung dieses Ansatzes, der sich momentan in der deutschen Hochschullandschaft etabliert.

www.campus-vor-ort.de

Beispiel: Netzwerk n

Das Netzwerk n für studentische Nachhaltigkeitsinitiativen zeigt Wege auf, wie Studierende, Promovierende und junge Berufstätige an der Konzeption einer Hochschullandschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitwirken können.

 Social Entrepreneurship Education
und Coworking

An manchen Hochschulen entstehen Lernorte, deren vorrangiges Ziel es ist, soziale Innovationen und Projekte an Hochschulen zu fördern. Dazu zählen zum Beispiel die Student Hubs in England oder das Projekt SCHub an der Leuphana Lüneburg, die insbesondere Studierende durch Bildungsangebote aus dem Bereich Social Entrepreneurship unterstützen und die Vernetzung zwischen den Studierenden fördern. Im anglo-amerikanischen Raum ist hier vor allem die Ashoka-U-Initiative zu nennen, die Hochschulen unterstützt diese Strukturen zu implementieren.