70 Jahre Menschenrechte – für alle?

70 Jahre UN-Menschenrechte – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Aber so richtig scheint niemandem zum Feiern zu Mute zu sein, denn nach wie vor gibt es zahlreiche Fälle von Menschenrechtsverletzungen.

 

Gedankenexperiment: Denke dir spontan einen Begriff zum Thema Menschenrechte. Was kommt dir in den Sinn? Ein positiver Begriff? Oder ist es ein negativer Gedanke? Ich, Monja, Social Reporterin der World Citizen School, habe Passanten und Passantinnen in der Tübinger Innenstadt befragt und mir ist erneut deutlich geworden, wie umstritten das Thema Menschenrechte ist. Während Familie Franz den Begriff „Freiheit“ aufschreibt, kommt Studentin Liel dagegen „Sklaverei“ in den Sinn. Zwei Begriffe, die jeweils das Gegenteil des anderen beschreiben und doch ist nachvollziehbar, weshalb beide mit Menschenrechten in Verbindung gebracht werden.

weiterlesen


SAVE THE DATE: Fachtagung „Globale Mindeststandards“ am 29. März 2019 im Weltethos-Institut Tübingen

Seit vielen Jahren beschäftigt sich das Institut für Sozialstrategie mit dem Thema Globale Zivilgesellschaft rund um die Bereiche Bildung, Gesundheit, Religionen, Minderheiten, Wirtschaftsethik und Klimawandel. In Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover und dem Weltethos-Institut Tübingen haben bereits mehrere einschlägige Tagungen stattgefunden. Im Rahmen der wissenschaftlichen Fachtagung, die am 29. März 2019 im Weltethos-Institut in Tübingen stattfinden wird, geht es speziell um Globale Mindeststandards. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden der Frage nachgehen, ob in einer zunehmend multipolaren Welt die Ausformulierung und Durchsetzung ethischer Mindeststandards beispielsweise in den Bereichen Handel, Arbeitssicherheit, Gesundheitsversorgung, öffentliche Ordnung und Einhaltung von Menschenrechten überhaupt möglich ist oder immer Utopie bleiben muss. Die Digitalisierung spielt hierbei eine besondere Rolle, denn sie steht mit ihren fast unbegrenzten Möglichkeiten der Kommunikation auch über große Distanzen hinweg für ein Zusammenwachsen der globalen Menschheit. Andererseits wird sie zunehmend zum Spielfeld der Kontrollbedürfnisse demokratischer und nichtdemokratischer Staaten sowie von global agierenden Unternehmen. Inwieweit lassen sich also die Grundelemente ethischer Mindeststandards im Wirtschaftsleben, die sich durch ein zu definierendes Mindestmaß an Vertrauen, transparenter Kommunikation, Strategie und optimaler Wertschöpfung auszeichnen, überhaupt konkretisieren und implementieren?

Wir haben fünf Tickets für studentische Teilnehmerinnen und Teilnehmer reserviert.

Interessierte können sich per Email bei schirovsky@weltethos-institut.org melden. Vorausgesetzt wird, dass diese bereit sind, als Helferinnen und Helfer für einen Zeitraum von drei Stunden am Tag der Fachtagung selbst das Team des Weltethos-Instituts zu unterstützen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, über die eigene Initiative in Form eines Infostands während der Fachtagung zu informieren.


Als „Special Guest“ beim sneep Symposium

Am 17.11.2018 feierten sneep (das studentische Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik) ihr 15-jähriges Jubiläum. Als ehemaliger Leiter der Berliner Lokalgruppe von 2007 bis 2010 wurde Michael Wihlenda als Special Guest eingeladen.

Welche große Rolle sneep für seine persönliche Entwicklung als auch für die der World Citizen School und besonders für sein Engagement für Curriculum Change von unten spielte, durfte er gemeinsam mit anderen Ehemaligen als Mutmacher den 80 TeilnehmerInnen aus der DACH-Region mit auf den Weg geben.

weiterlesen


„Leadership Development for Advancing the Sustainable Development Goals“ Vortrag auf der UN PRME Research Conference

Vom 12.-13.11.2018 nahmen in der Cologne Business School zahlreiche Vertreterinnen und Management-DozentInnen internationaler Business Schools teil. Ganz unter dem Motto:

„Sustainability as the new normal“

Als WEIT-Forscher präsentierte Michael Wihlenda das von ihm entwickelte World Citizen School Modell in seinem Vortrag und einer Poster-Session zum Thema „Responsible Leadership & Management Self-Education“.

weiterlesen


World Citizen School goes „Schule“

Im Rahmen der Projekt-Seminare „Alpencross mit dem Mountainbike“ und „Entwicklung eines Escape-Rooms“ besuchte der Leiter der World Citizen School, Michael Wihlenda, die 11. Klasse des unterfränkischen Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden am Main. Seine Aufgabe: Den SchülerInnen Mut machen, ihre eigenen Projektideen zu entwickeln, ihre Stärken zu erkennen und die Grundlagen des Projektmanagements zu verstehen.

Die Herausforderungen der beiden Schülergruppen: Planung und Umsetzung einer Fahrradtour für die Abschlussklasse durch das Hochgebirge und der Aufbau eines Escape-Rooms für die Schulgemeinschaft. Im 2-stündigen Workshop planten die SchülerInnen zum einen ihre Projekte statisch, im Sinne einer „Konzert-Planung“ und erhielten Einblicke in das strukturierte und agile Prozeduralisieren der anfallenden Aufgaben anhand der „Band-Organisation“.

weiterlesen


World Citizen School startet „Agiles Studieren“ zum Social Coach

World Citizen School startet „Agiles Studieren“ zum Social Coach

Mit Beginn des Wintersemester starteten wir erstmalig mit einem agilen Kursdesign in das Semester. Zur Stärkung des studentischen Engagements am Campus entwickeln 6 Studierende in der World Citizen School am Weltethos-Institut ein Projekt-Coaching-Angebot für engagierte Studierende und Studierenden-Initiativen. In sogenannten „Sprints“ lernen die TeilnehmerInnen ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen, sich im Team selbst zu organisieren sowie benötigte Lerninhalte weitgehend selbst und auf Augenhöhe zu unterrichten. Sie „empowern sich gegenseitig“ beim Wissenserwerb zur Erstellung eines bedarfsgerechten Coaching-Angebots für die engagierte Studierendenschaft.

Das Kursdesign basiert auf der agilen EduScrum-Methode und basiert auf dem Lernzyklus des „Forschenden Lernens“ (Inquiry Cycle, design thinking)

Der erste Sprint, die Erfoschungs-Phase, dient dem Wissenswerb. Der zweite zur konkreten Entwicklung des Coaching-Angebots (Prototyping) inklusive Bedarfs- und Umfeldanalyse. Der dritte Sprint dient der Evaluation, Reflexion und der Diskussion um die Weiterentwicklung des Angebots für das kommende Semester. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Programms durch Design-based Forschung wissenschaftlich begleitet.

Mit dem Programm fördert die World Citizen School die Kompetenz zum selbstbestimmten, lebenslangen Lernen und des anwendungsorientierten Wissenserwerbs.  Das Seminarsetting bereitet auf innovative Art und Weise auf das neue Arbeiten in verantwortungsbewussten, agilen Organisationen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor.

Interessierte Dozierenden und engagierten Studierenden aus Initiativen bietet die World Citizen School Beratung, Schulung und ggf. Begleitung bei der Einführung eines solchen selbstbestimmten, agilen Curriculums.

Fragen zum Programm beantwortet Ihnen gerne der der Leiter der World Citizen School Michael wihlenda@worldcitizen.school


Cluster-Bildung „Transformierende Lehre“

Vom 11.-13. Oktober veranstaltete die World Citizen School am Weltethos-Institut gemeinsam mit Procedere Verbund, Democracy International, der AG Kompetenzen der Allianz vielfältige Demokratie (initiiert von der Bertelsmann-Stiftung) und dem UN PRME DACH Netzwerk das nun 3. Prozedurale Kolloquium „Transformierende Lehre etablieren – Bildungsprogramm für Social Innovators und Demokratieentwickler“.

Zwei Tage lang wurden die philosophischen, sozial- und naturwissenschaftlichen Grundlagen der Prozedurologie diskutiert, gelingende Beispiele transformierender Lehre vorgestellt und nach dem Baukastensystem handwerklich bilateral und im Sinne eines „Bildungs-Clusters“ ganzheitlich zusammengefügt. Weiter geht es nun mit der Moderation und Entwicklung des Bildungs-Clusters als (politischer) Think-Tank.

Mit dabei waren zahlreiche Dozierende, Nachwuchswissenschaftler und Bildungspraktiker aus Hochschule, Schule und Gesellschaft. Zum informellen Cluster gehören bisher VertreterInnen der Universitäten bzw. Hochschulen Dortmund, Kiel, München, Konstanz, Stuttgart, Reutlingen, Pforzheim, Mannheim, Klagenfurt, Kassel, NGOs und Stiftungen u.a. aus Stuttgart, Berlin und Bonn.

Mehr Informationen zur Cluster-Bildung und Netzwerk können Sie bei Michael Wihlenda, Gründer und Leiter der World Citizen School, erfragen.

 

 

Text: Michael Wihlenda, Nadja Büchler
Fotos: World Citizen School


Ein Kommentar von Prof. Dr. Ulrich Hemel zu Global Citizen Education

 

 

 

 

Global Citizen Education: ein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in der einen, globalen Welt des 21.Jahrhunderts

 

Jeder Mensch kommt als Person mit einem einzigartigen Bündel an Potenzialen zur Welt. Wenn wir handeln, handeln wir als Person. Personalität ist daher ein Grundprinzip philosophischer Anthropologie, aber auch ein Leitmotiv für erzieherisches Handeln. Und aus der Personalität folgt unmittelbar die Verantwortung für unser Tun: Erleben wir Selbstwirksamkeit, dann erleben wir uns auch als Akteure, als Urheber unseres Tuns. Wir sind nicht Marionetten eines fremden Willens, sondern doch überwiegend selbstbestimmt, also frei und verantwortlich.

Wenn wir von Selbstbestimmung und Verantwortlichkeit sprechen, gilt dies nicht nur vor uns selbst. Wir handeln in sozialen Kontexten, wir sind umgeben von einem sprachlichen, kulturellen und sozialen Umfeld. Wie wir unsere Potenziale entfalten, das hängt eben auch von sozialen und kulturellen Prägungen ab. Und Menschen suchen die Gemeinschaft mit anderen Menschen, sie orientieren sich am Handeln anderer, sie sind besser als jede andere Spezies in der Lage, miteinander zu kooperieren.

Daher ist die Sozialität ein zweites, ganz fundamentales Prinzip philosophischer Anthropologie. Sie ist unbestreitbar und unbestritten, schon seit Aristoteles‘ Definition vom Menschen als „Zoon politikon“, als einem politisch-sozialen Wesen.

Verantwortlich handeln im Rahmen von Sozialität heißt immer auch, in einer gegebenen Rolle zu handeln und diese zu interpretieren. Jede einzelne Handlung lässt sich daher verstehen als die gemeinsame Schnittmenge von Anteilen unserer Person, unserer ganz individuellen Eigenart, und von Interpretationen, die sich aus wahrgenommenen Rollenerwartungen in unserem sozialen Kontext ergeben.

Und genau hier entsteht eine Herausforderung an den Menschen des 21.Jahrhunderts. Denn die Interpretation von Sozialität hat sich im Lauf der Zeit deutlich verändert: Von der Zugehörigkeit zu einer Stammesgesellschaft in der Steinzeit bis zum Staatsbürger in modernen Nationalstaaten und zum „Global Citizen“ im 21.Jahrhundert. Von diesen Nationalstaaten gibt es noch immer rund 200, mit nach wie vor wachsender Tendenz. „Global Citizens“ jedoch  gibt es derzeit rund 7,5 Milliarden Menschen, also so viele wie Personen auf der Welt leben.

Weil Menschen aber lernfähig und intelligent sind, ist leicht einzusehen, dass die Grenzen eines verfassten Staates nicht die Grenzen unserer Welt sind und sein können. Wir leben im Zeitalter der Globalisierung. Und hier gilt es, auf die Herausforderungen der Gegenwart einzugehen.

Globalisierung lässt sich unterscheiden in drei Ebenen: Der Globalisierung von Gütern und Dienstleistungen als erster Ebene, der Globalisierung von Information und Kommunikation durch die Möglichkeiten der digitalen Welt als der zweiten Ebene und die bisweilen konfliktbeladene Globalisierung von Werten, Normen und Religionen als der dritten Ebene der Globalisierung.

Das Weltethos-Institut leistet einen Beitrag zur Humanisierung von globalen Entwicklungen. Und dazu gehört die Vorbereitung auf eine Welt, die nicht mehr allein mit dem Bezug auf die Normen der eigenen Familie, der eigenen Kultur und Religion auskommt. Vielmehr müssen wir Menschen, vor allem auch junge Menschen, darauf vorbereiten, in einer komplexen Welt sowohl standpunkt- wie auch dialogfähig zu machen. Sie müssen lernen, dass der eigene Standpunkt nicht der einzige ist und es gute Gründe geben kann, andere Standpunkte einzunehmen. Eine World Citizenship Education umfasst dann aber auch die Fähigkeit, friedlich mit anderen zusammenzuleben, obwohl sie vielleicht ganz andere Standpunkte vertreten und Schwerpunkte setzen.

World Citizenship Education stammt, so gesehen, aus dem Impuls, dass wir gemeinsam auf einer Erde leben, trotz aller sprachlichen, politischen und sonstigen Unterschiede. Das bedeutet praktisch, dass Menschen die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel lernen und praktizieren müssen, ohne sich gezwungen zu sehen, den eigenen Standpunkt aufzugeben oder jede Woche neue Meinungen vertreten zu müssen. World Citizenship Education weiß sich folglich der sinnvollen Förderung friedlichen Zusammenlebens verpflichtet, besonders im Rahmen entsprechender Projekte, Begegnungen und Erfahrungen.

Weil wir in der einen Welt leben, gehört zur World Citizenship Education die Begegnung mit den Grenzen der eigenen, der persönlichen, der soziokulturell determinierten Welt, aber auch die Erfahrung der Grenzüberschreitung. Wie dies auszugestalten ist, ändert sich, unterliegt praktischen Randbedingungen und personellen Konstellationen.

Genau das macht World Citizenship Education ungemein vielseitig, aber auch notwendig, vielleicht sogar unerlässlich für das friedliche Zusammenleben in der globalen Welt des 21.Jahrhunderts. Und genau deshalb ist die World Citizen School als konkrete Ausprägung der World Citizenship Education ein integraler Bestandteil der Theorie und Praxis des Weltethos-Instituts in Tübingen.

 

Ulrich Hemel, 10.Juni 2018

Kommentar als PDF


Stud. Hilfskraft gesucht (emp. Forschung)

STUD. HILFSKRAFT GESUCHT

„Empirische Studie zu unternehmerischen Kompetenzen im freiwilligen Engagement“.

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation zwischen der World Citizen School am Weltethos-Institut und dem Lehrstuhl für Ökonomische Bildung und Wirtschaftsdidaktik(Prof. Taiga Brahm) an der Universität Tübingen

Voraussetzungen

  • Erfahrung in quantitativer Datenerhebung und -auswertung,
  • Nutzung von SPSS, R oder einem anderen Statistikprogramm

Wünschenswert

  • Interesse an Entrepreneurship Education / wirtschaftspädagogischer Forschung und Praxis
  • im Masterstudium

Was wir Dir bieten

  • Ein innovatives Arbeitsumfeld und Bildungsprojekt
  • Modernes Arbeitsumfeld am Weltethos-Institut
  • Interdisziplinäres Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Arbeitszeugnis (praktikumsäquivalent)
  • Vergütung nach Hiwi-Standard (10h pro Woche)

Bewerbung mit Lebenslauf (CV) und kurzem Motivationsschreiben an

Michael Wihlenda wihlenda@worldcitizen.school

Website: www.worldcitizen.school                                    

Bewerbungsdeadline 25.5.2018