Was sind Public-Private-Partnerships in der internationalen Zusammenarbeit?

Bist Du schon einmal über die Abkürzung PPPs gestolpert und hast Dich gefragt, was sie bedeutet? Oder möchtest Du einen kurzen Einblick in Public-Private-Partnerships bekommen? Dann bist Du hier genau richtig. Denn in diesem Post erklären wir Dir, was es damit auf sich hat. In den westlichen Industrienationen geraten Public-Private-Partnerships (PPPs) immer stärker in die Kritik, wohingegen sie momentan auf dem afrikanischen Kontinent an Popularität gewinnen.

Public-Private-Partnerships in der Theorie

In der Theorie ermöglichen PPPs dem Staat einen höheren finanziellen Spielraum, indem die Risiken, Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Vorteile zwischen privaten Investor*innen und der öffentlichen Hand aufgeteilt werden. Auf diese Weise sollen die privaten Investitionen in ansonsten weniger attraktiven Regionen erhöht werden, um damit die Wirtschaft anzukurbeln. Insbesondere im Bereich des Baus und der Instandhaltung öffentlicher Einrichtungen und Infrastrukturen werden sie abgeschlossen. Das Prinzip ist wie folgt: Für die Konzessionsdauer von 20 bis 30 Jahren zahlt der Staat ab dem Zeitpunkt der Abnahme einen Mietzins an das Unternehmen für die Nutzung. Danach geht das Objekt in staatlichen Besitz über. Theoretisch klingt es demnach nach einem guten Konzept.

Die Realität von Public-Private-Partnerships

Die Realität zeichnet jedoch ein anderes Bild ab: Denn während PPPs selten für die Öffentlichkeit vorteilhaft sind, sind sie äußerst profitabel für die beteiligten Unternehmen. Für den Staat führen Sie zu einer Zunahme der Staatsschulden, während es bei einem Großteil der Projekte zu Bauverzögerungen sowie Kostenüberschreitungen kommt. Ein Beispiel ist der Bau eines Krankenhauses am Stadtrand von Kampala. Dabei wurde das veranschlagte Budget von 250 Millionen Dollar um 130 Millionen Dollar überschritten.

Bevor weitere PPPs im großen Stil durchgeführt werden, sollte ihr Nutzen für die Öffentlichkeit zunächst überprüft werden. Denn am Ende ist es diese, die von derartigen Projekten profitieren sollte.

Foto von Quang Nguyen Vinh von Pexels. Danke!

Quellen