Zum ersten Mal an der Universität Stuttgart: Das Social Innovation Camp

Eine Genossenschaft, die Fluchtursachen im Osten Europas bekämpft, ein umfassendes Gesamtkonzept für eine gelebte Radkultur an der Universität Stuttgart, ein ökologischer Sportbedarfhersteller … Auf dem Social Innovation Camp fanden vergangenes Wochenende insgesamt sieben vielversprechende Projekte Raum. Zwei Tage lang arbeiteten die Teilnehmer*innen intensiv an ihren Ideen und nutzten die Methoden der World Citizen School zur Weiterentwicklung. Mit großartigen Ergebnissen, wie vor allem bei der letzten „Pitch“-Runde deutlich wurde.

„Wer, wenn nicht wir?“ dachten sich die Teilnehmenden des ersten Social Innovation Camps an der Universität Stuttgart. Im Freiraum, einem selbstverwalteten Co-Working-Space von Studierenden für Studierende, überlegten sie gemeinsam, wie sie mit ihren Ideen die Welt sozialer, ökologischer und nachhaltiger gestalten können. Von der kreativen Planung kleinerer Projekte (mit unserem Canvas Concert), über die Weiterentwicklung von Teams (Canvas Band) bis hin zu professionell geführten Sozialunternehmen (Learning Orchestra) war alles dabei. Wir von der World Citizen School begleiteten die Teilnehmenden bei der Weiterentwicklung mit unseren Methoden aus der Social Innovation Education Toolbox. Eine Keynote des Social Startup ChillChoc bot Inspiration und Anregungen zum Auftakt. Coach Georg Doll und Community Manager des Social Impact Lab Benjamin Klein bestärkten, hinterfragten und forderten die Studierenden.

„Feedback ist hart“, leitete Georg die ersten Projektpräsentationen ein. „Aber es ist immer ein Geschenk. Nehmt es an und seht es als Wertschätzung Eurer Idee gegenüber; als Möglichkeit, um besser zu werden.“ Die Teilnehmenden nutzten die Expertise der erfahrenen Lernbegleiter*innen sowie den Austausch unter einander. „Ich bin dankbar für all Eure Perspektiven auf das Projekt“, sagte ein Teilnehmer in der Abschlussrunde. „Sie haben mir noch einmal ganz unterschiedliche Aspekte gezeigt und mir wirklich weitergeholfen“. „Besonders spannend ist beim Social Innovation Camp, wie schnell aus allerersten Ideen mutige, präzisierte und vor allem umsetzbare Konzepte werden“, erzählt Initiator Michael Wihlenda, der auch in Stuttgart durch das Camp führte. In Tübingen findet es seit Jahren einmal pro Semester statt. Und Julia Schönborn, dort Koordinatorin und Standortleitung, ergänzt: „Wenn wir mit unserem Methodenkoffer und den bei uns entwickelten Formaten eine Chance erhalten, engagierte Studierende zu unterstützen, sind wir da. In diesem Fall danken wir dem Programm „Let us start“ an der Uni Stuttgart und Koordinator und Eric Heintze herzlich für die Kooperation, die Gast- und Ideenfreundschaft.“

Zum Abschluss der intensiven und inspirierenden zwei Tage in Stuttgart erhielt die World Citizen School noch eines der größten Feedback-Geschenke.

„Danke für den Austausch auf Augenhöhe, die Praxisnähe und die offene Atmosphäre, die Ihr schafft!“ sagte ein Studierender bei der Verabschiedung.

 

Wir haben zu danken! Und wünschen allen Teilnehmenden mit ihren Projekten viel Erfolg und vor allem Freude beim Dranbleiben. Wer, wenn nicht Ihr?