World Citizen School goes „Schule“

Im Rahmen der Projekt-Seminare „Alpencross mit dem Mountainbike“ und „Entwicklung eines Escape-Rooms“ besuchte der Leiter der World Citizen School, Michael Wihlenda, die 11. Klasse des unterfränkischen Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden am Main. Seine Aufgabe: Den SchülerInnen Mut machen, ihre eigenen Projektideen zu entwickeln, ihre Stärken zu erkennen und die Grundlagen des Projektmanagements zu verstehen.

Die Herausforderungen der beiden Schülergruppen: Planung und Umsetzung einer Fahrradtour für die Abschlussklasse durch das Hochgebirge und der Aufbau eines Escape-Rooms für die Schulgemeinschaft. Im 2-stündigen Workshop planten die SchülerInnen zum einen ihre Projekte statisch, im Sinne einer „Konzert-Planung“ und erhielten Einblicke in das strukturierte und agile Prozeduralisieren der anfallenden Aufgaben anhand der „Band-Organisation“.

Das Seminar bot der WCS die Möglichkeit, erstmalig den selbst entwickelten „Social Innovation Education Baukasten“ mit Schülern im Rahmen ihres Projektseminars zu testen. Für unseren Baukasten erhielten wir nicht nur positives und wertvolles Feedback, sondern vor allem Einblicke in den Bedarf und das Bildungspotenzial einer engagierten Schülerschaft sowie in die wachsende Bedeutung problembasierten Projektunterrichts an Schulen.

„Es gibt genug Potenzial und Engagement der Schüler“

P-Seminar-Leiterin Hannah Amthor zieht ein Zwischenfazit:

„In unserer Schule gibt es bereits sehr gute Ansätze. Viele Schüler engagieren sich in AGs für die Schulgemeinschaft, die verschiedene Schulveranstaltungen wie eine Demokratiewoche oder ein Tutoren-Programm zwischen älteren und jüngeren Schülern organisieren. Es gibt also genug Potenzial und Engagement bei den Schülern. Zugleich fehlt es aber zum einen noch an einer ganzheitlichen Anerkennungskultur eines solchen außerunterrichtlichen Einsatzes und zum anderen wäre es wünschenswert, wenn die Leistungen, die in einem projektbasierten Unterricht, wie z.B. in einem P-Seminar der Q11, erbracht werden, einen höheren Stellenwert in der Gesamtnote des Abiturs einnehmen würden. Darüber hinaus benötigen LehrerInnen gerade bei der erstmaligen Durchführung solcher Seminare Unterstützung z.B. durch Begleitung einen Bildungsexperten zum Methodenwissen im Projektmanagement.“

Es fehlen dieser Schule offensichtlich nicht der Wille und Ideen, sondern vornehmlich noch die Einrichtung systematischer Methoden zum Projektmanagement und auch zeitliche Ressourcen.

Michael Wihlenda begleitet das Projekt-Seminar im kommenden Jahr in diesem Sinne.